Polterabend: Verkaufen Ja oder Nein? Und alternative Spielideen

Polterabend: Verkaufen ja oder Nein?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Ihr möchtet unbedingt was verkaufen? Dann beachtet bitte diese Tipps. Und wenn das nichts für euch ist, findet ihr hier AlternativIdeen.

Kaum ist es etwas wärmer geworden sind sie wieder da. Grüppchen von Frauen oder Männern, die im Prinzessinnen bzw. Häftlingskostüm durch Zürich oder eine andere Schweizer Stadt pilgern und zuckrige Shots mit versauten Namen, Rosen und billigen Prosecco, den sie in ihrem Leiterwagen hinter sich herziehen, an den Mann/die Frau bringen möchten.

Für den Niederdörfli-Gänger gehört dies zum normalen Dörfli-Alltag und geduldig hört er sich immer und immer wieder die Verkaufsgespräche der angehenden Braut oder des Bräutigams an. Und manchmal wechselt sogar ein Fünfliber den Besitzer. Wer bis jetzt noch nie so eine Polterverkaufsaktion mitgemacht hat: Es ist wirklich erstaunlich wie viele Leute doch bereit sind etwas zu geben, auch wenn ihr wahrscheinlich schon die dritte Gruppe wart, die sie angequatscht haben.

Das eingenommene Geld wird anschliessend in einer der umliegenden Bars auf den Putz gehauen.

So der Klassiker.

Aber muss das wirklich sein?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Die einen schwören drauf und möchten sich so ihre Ausgangskasse aufbessern, andere würden lieber im Boden versinken, als bei so einer Aktion mitzumachen. Natürlich sollte jeder den Polterabend bekommen, der zu ihm passt. Also bitte liebe Trauzeugen/Trauzeuginnen überlegt euch gut ob eure zukünftige Braut/Bräutigam auch wirklich Spass daran haben wird. Ansonsten lasst es bitte bleiben. Es soll doch ein Abend voller toller Erinnerungen gemeinsam mit den besten Freunden/Freundinnen werden. Oft ist es auch das erste und letzte Mal, dass man in genau dieser Gruppenkonstellation um die Häuser zieht. Also lasst die Braut/den Bräutigam auch jeden Moment davon geniessen.

Jungesellenabschied – Verkaufen ja oder nein? CYD Create Your Day

Kats Weil / Unsplash

Meine Meinung dazu ist: Wenn Verkaufen sein muss – entweder, weil eure Gruppenkasse knapp ist, oder ihr Spass daran habt, dann bitte etwas Sinnvolles. Denkt in diesem Fall auch ein bisschen wie Unternehmer – was werden euch die Leute abkaufen? Was würdet ihr jemandem abkaufen? Dann habt ihr mehr Spass daran, weil ihr erfolgreicher seid und eure „Kunden“ können auch davon profitieren.

Und seid nett zu eurer „Kundschaft“. Nehmt dankend an, wenn euch jemand etwas anbietet: Ein Franken ist besser als kein Franken – und werdet nicht ausfallend, wenn euch das zu wenig ist. Es bedeutet schon viel, wenn jemand stehen bleibt, euch zuhört und dann tatsächlich auch sein Portemonnaie zückt. Und glaubt mir, das ist in der Praxis oft nicht so selbstverständlich, wie es jetzt tönt.

Ihr fragt euch wie ihr sonst eine Horde partywütiger Menschen einen Tag bzw. Abend lang unterhalten sollt? Das kann ich euch gerne sagen. Es gibt Dinge, die sind witzig und machen Stimmung, auch ohne Verkaufsaktionen.

Jungesellinnenabschied - Verkaufen ja oder Nein? CYD Create Your Day

© vladdeep / Fotolia

Karaoke

Hier habt ihr einen sehr ähnlicher Mechanismus wie beim Verkaufen: Man schickt die Braut / den Bräutigam in eine Situation, die ihn/sie herausfordert – an die Front. Ihr sucht den Song aus – wie witzig ist das denn? Danach bildet ihr Grüppchen und sucht je Gruppe Lieder aus, welche die/den zukünftige/n Braut/Bräutigam beschreiben oder sie/ihn aufs Eheleben vorbereiten sollen. Lachflash vorprogrammiert!

Gibt es in eurem Ort keine Karaoke Bar könnt ihr dasselbe auch mit einer Karaoke Maschine zuhause oder in einer gemieteten Örtlichkeit durchführen. Dies ist für zurückhaltendere Menschen die sicherere Variante, da ihr hier unter euch seid und keine fremden Menschen zuhören.

Festivals

Musikfestivals eignen sich sehr gut um in der Gruppe Party zu machen. Auch ist die Stimmung auf Festivals oft besser als an in der Innenstadt. Hier könnt ihr euch also nach belieben austoben. Denkt euch doch als zusätzliche Herausforderung kleine Aufgaben für die Braut/den Bräutigam aus. Dann habt ihr einen Joker sobald ihr merkt, dass die Stimmung etwas abflaut.

Eine Übersicht über die aktuellen Festivals in der Schweiz findet ihr bei Starticket oder im Openairguide.

Andere Spielideen

Verbotene Wörter

Denkt euch einen Liste verbotener Wörter für den Abend aus, die niemand sagen darf z.B. Hochzeit, Polterabend, Prost etc. Wer dann doch eines der verbotenen Wörter in den Mund nimmt, muss entweder die nächste Runde übernehmen oder einen Strafshot trinken.

Polterabend – Verkaufen ja oder nein? CYD - Create Your Day

© nd3000 / Fotolia

Selfie Competition

Gesucht werden die schönsten, lustigsten, kreativsten Gruppenselfies bzw. Gruppenfotos. Teilt euch in Gruppen auf und macht eine Zeit ab, nach der ihr euch wieder trefft. Und dann wird juriert. Das lässt sich natürlich entweder mit dem Handy oder mit einer Polaroid Kamera machen, was eigentlich noch viel lustiger ist. Wenn nur eine Polaroid Kamera da ist, ziehen die Gruppen nacheinander los, während sich der Rest der Gruppe anders beschäftigt.

Die gemachten Fotos könnt ihr anschliessend als Collage auf einer Leinwand festhalten oder ein Fotobuch daraus machen. Kleiner Tipp: Auch aus euren Handyfotos könnt ihr Polaroid Fotos drucken lassen – ein Angebot, dass ich bei Colorphotoservice gefunden habe.

Women only: Shopping Queen Competition

Teilt euch in Gruppen auf. Nun wird ein bestimmtes Thema für den Abend vorgegeben. Je nach dem, was geplant ist: Clubbing, Bar Tour, Themenparty. Jetzt geht jede Gruppe los und kauft ein Outfit für die Braut. Es gewinnt die Gruppe, deren Outfit der Braut am besten gefällt.

Die Frage ob am Polterabend verkauft werden soll oder nicht, müsst ihr für euch selbst beantworten. Wichtig ist, dass es zu der Person passt. Wenn ihr wisst, dass sie es nicht mögen wird, dann gibt es genug Alternativideen, die genauso Spass machen. Übrigens: Hier findet ihr noch mehr Ideen für den Jungesellinnenabschied, die nichts mit Verkaufen zu tun haben.

Habt ihr noch andere Ideen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

 

//Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Colorphotoservice.

miri

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